Verena Hantl gewinnt WM-Bronze

Die Weltmeisterschaften in Mailand enden für die Rheinbrüder Karlsruhe erfolgreich. Verena Hantl gewann im Viererkajak die Bronzemedaille und Sabine Volz sicherte im Einerkajak über 200 Meter den Quotenplatz für Olympia. Die Quotenplätze für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro waren das ausgegebene Ziel des Deutschen Kanu-Verband (DKV). Doch wer auf dem Wasser den Adler auf der Brust trägt und das Ziel vor Augen hat, strebt eigentlich immer eine Medaille an.

Somit war die Last im Damenflaggschiff, dem Viererkajak über 500 Meter, nach dem letztjährigen vierten Platz groß. Das zum letzten Jahr unveränderte Boot mit der Karlsruherin Verena Hantl, Franziska Weber, Conny Waßmuth (beide Potsdam) und Tina Dietze (Leipzig) hatte es im Vorlauf dann auch gleich noch mit den späteren Weltmeisterinnen aus Weißrussland zu tun und mussten als Zweitplatzierte den Umweg über das Semifinale auf sich nehmen. „Das Semifinale war absolut kein gutes Rennen“, berichtete Verena Hantl und so stieg beim DKV-Quartett die Anspannung vor dem Finale nochmals an.

Das Finale bestritten die deutschen Damen dann mit der gewohnten Taktik sich auf der Strecke die letzten Kräfte für den Endspurt aufzuheben. Diese Vorgabe setzte das Quartett perfekt um und sicherte sich mit einem grandiosen Schlussspurt den dritten Platz vor Polen. „Mir haben nach dem Rennen schon ein paar Leute gesagt, dass wir den Start verschlafen hätten und dass die Polen lange vor uns waren. Das habe ich alles gar nicht mitbekommen“, berichtet Hantl nach dem Rennen und strahlte freudig „Für uns war es ein sehr gutes Rennen und wir sind glücklich, dass wir die Medaille erkämpft haben.“

Weißrussland lies sich trotz einem starken Rennen der Ungarinnen den WM-Titel nicht streitig machen. Sabine Volz sichert Quotenplatz im Einerkajak Die beste deutsche Sprinterin hatte in Mailand die schwierigste Aufgabe. Sabine Volz sollte für den fünften Olympia-Quotenplatz bei den Frauen sorgen. 49 Starterinnen stellten sich dem Wettkampf im Einerkajak über 200 Meter. Durch ein „nicht ideales Rennen“ im Vorlauf wurde der 24-Jährigen das schwerste Semifinale zugeteilt. In jedem anderen Halbfinale wäre sie mit ihrem couragierten Rennen ins A-Finale gefahren, in ihrem reichte es wegen der Winzigkeit von drei hundertstel Sekunden nicht. Das B-Finale beendete Sabine Volz dann als Viertplatzierte. „Das Rennen war ganz okay aber ich hätte mich gerne mit einem Sieg aus Mailand verabschiedet“, fasste die Studentin der Fitnessökonomie das Abschneiden nach dem Wettkampf etwas zerknirscht zusammen. Die Stimmung hellte sich jedoch schnell wieder auf als klar war, dass ihre Platzierung gereicht hat um den wichtigen Olympiaquotenplatz zu erkämpfen.

Für Canadierfahrerin Cathrin Dürr endete das WM-Wochenende mit der Erkenntnis, „dass die Konkurrenz in der Welt echt richtig stark geworden ist.“ Dies unterstrich auch die Tatsache, dass die kanadische „Dauerweltmeisterin“ Laurenc Vincent-Lapointe keine Medaille erreichen konnte. Dürr kam im B-Finale als Achte ins Ziel. „Mit dem Rennen war ich ganz zufrieden, mehr war heute nicht möglich.“

Heimtrainer Detlef Hofmann war nach dem Ende der Wettkämpfe mit seinen Schützlingen absolut zufrieden: „Die Mädels haben die Olympia-Quotenplätze geholt, das war unser Ziel und sie haben es erreicht. Klar freue ich mich sehr über die Medaille von Verena aber auch Sabine hat ihre Aufgabe super gemeistert. Auch Cathrin hat aus der Ferne betrachtet ihre Leistung abgerufen und sich im Rahmen ihrer Möglichkeit bestmöglich verkauft.“

Bericht und Bilder: Martina Amrein

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