Sehr früh im Jahr fand am zweiten Märzwochenende schon der erste Lauf zur Deutschen Kajak-Freestyle-Meisterschaft statt. Körperlich gut vorbereitet, jedoch bedingt durch die nicht optimale Schneeschmelze mit sehr wenigen Freestyle-Trainingseinheiten, traten die Freestyler aus BaWü die Reise nach Neuss ans Wiesenwehr an.

Dies ist eine der wenigen Sportarten, bei der es möglich ist, das ganze Jahr über in Deutschland optimal zu trainieren.

Bedingt durch diverse Staus erreichten die Sportler aus BaWü sehr spät erst das Bootshaus in Dornmagen, wo die Sportler übernachten sollten. Leider gab es kaum mehr eine freie Stelle, so dass einige der Kanuten ihren Schlafplatz unter dem Sternenhimmel suchen mussten. Eine sehr kalte Angelegenheit bei einigen Graden unter null. Nach einer kurzen Ruhephase ging es noch in der Dunkelheit weiter zum Wettkampfspot, um sich in einer kleinen Trainingseinheit mit der Stelle vertraut zu machen. Hierbei leisteten die mitgebrachten Scheinwerfer beste Arbeit.

Pünktlich begann die Veranstaltung zunächst mit den Herren. Leider konnten verletzungsbedingt unser Topfahrer Marvin Gauglitz aus Mannheim sowie der Team-Senior Helmut Wolff vom KSC Villingen nicht antreten. So ruhten die Hoffnungen einzig auf Johannes Baden. Dieser junge Sportler schlug sich gegen die Routiniers ausgezeichnet. Johannes Bader überstand eine Runde nach der anderen und verfehlte nur ganz knapp den Einzug ins Finale der K1 Herren.

Für Bietigheim ging bei den Frauen Anne Hübner an den Start. Erst in der Nach aus Chile zurückgekehrt, fuhr sie ein souveränes Rennen und musste sich nur der Siegerin Lisa Hasselwanger geschlagen geben, die den Vorteil des Heimspotes ausgenutzt hat.

In der Juniorenklasse konnten die Freestyler vom BaWü auf sich aufmerksam machen. Mit Leon Bast (KSR SW), dem Esslinger Michel Herman und den Nachwuchsfahrern Eric Linsel und Max Kolbinger gingen die ersten 4 Plätze nach BaWü. In der gleichen Klasse konnte sich mit Platz 8 der Esslinger Tom Kaiser noch im ersten Drittel platzieren. Ihm fehlte ein Move für den Einzug ins Finale der besten Fünf.

Ausgezeichnet schlugen sich auch die Schüler Wolf Gress, Levin Grau, Anton Schuck und Valentin Schwaderer. Mit dem Ulmer Nachwuchstalent Levin Grau stellte das Team BaWü auch den jüngsten Starter im großen Feld.

Da es immer noch keinen warmen und ruhigen Platz zum Übernachten gab, traten die Freestyler mit ihren Betreuern Klaus Biebel und dem Landestrainer Helmut Wolff nach der Siegerehrung die Heimfahrt zurück ins Ländle an. Die nächste Veranstaltung des Teams wird das Ostertrainingslager in Millau sein.

Bericht: Hewo
Bilder: Vera Nies