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KVBW-Osterfahrt nach Nevers (F)

„Schwalbenufer, wilde Rosen, weiße Reiher, welch ein Traum. In der Strömung vor der Insel liegt ein alter, toter Baum…“.
Genau so, wie in diesem Liedtext beschrieben, erlebten die Teilnehmer der diesjährigen Osterfahrt den Allier. Naturbelassene Ufer, zur Rast einladende Kies- und Sandbänke, zahlreiche Inseln - der Allier schlängelte sich in unzähligen Windungen durch die frisch erwachte Natur mit ihren hellen Grüntönen. In der Strömung teilweise Bäume und größere Äste. An den Ufern neugierige Kühe und immer wieder hohe Bäume, gespickt mit unzähligen Storchennestern und natürlich immer wieder weiße Reiher. Ein Traum, wäre da nicht der ständige, kalte Gegenwind gewesen, der die Angelegenheit doch etwas frisch und mitunter auch sportlich machte. Dieser Wind sollte den 103 Teilnehmern aus 30 Vereinen während der Osterfahrt ein ständiger Begleiter werden, der besonders bei der deutlich breiteren, aber nicht minder fließenden Loire für so manchen harten Kampf sorgte. Aufgeteilt in vier Gruppen mit jeweils einem Gruppenführer wurden Allier und Loire in verschiedenen, einzelnen Tagesetappen befahren, wobei die einzelnen Strecken zwischen 20 und 34 km betrugen. Der Allier wurde zwischen Moulins, Villeneuve, Le Veurdre und dem wunderschönen Apremont befahren, die Loire von Beard, Camping de Nevers, La Marche bis Tracy S. Loire.

Den vier Gruppenführern, Eberhard Wahl aus Stuttgart, Bruno Nicke aus Wertheim, Rolf Sauer aus Philippsburg, sowie unserem Ehrenpräsidenten Hajo Popken aus Mannheim, Verbandswanderwart Klaus Dähmlow aus Philippsburg, sowie seiner Traudl mit Ihrem „KVBW-Kleider-Bauchladen“ ein herzliches Dankeschön für ihren Einsatz und die vorbildliche Betreuung und Organisation.

Untergebracht war die riesige Meute übrigens auf dem Campingplatz von Nevers, direkt am Ufer der Loire, mit wunderschönem Blick auf die Loirebrücke und die Kathedrale von Nevers. Wer nicht jeden Tag paddeln wollte, für den hatte das Städtchen Nevers zahlreiche Besichtigungsmöglichkeiten zu bieten. Auch Radfahren oder Ausflüge in die nähere Umgebung, z.B. nach Treigny zur Burg Guédelon, die seit 20 Jahren mit mittelalterlichen Geräten aufgebaut wird, wurden in Eigenregie durchgeführt.

Am Abend fanden sich die Teilnehmer bisweilen in größeren oder auch kleinen Gruppen zum gemütlichen Austausch oder auch zum Singen zusammen. Das Allier-Lied war bei so manchem einige Tage später noch als Ohrwurm im Kopf.

“...Strömst du wie vor tausend Jahren, als ob Zeiten nie vergeh´n. Tage möcht´ ich weiterfahren, auf dem Traumfluss dem Allier.“

Nur beim nächsten Mal bitte ohne Wind!

Bericht und Bilder: Sabine Brand