Radolfzeller See, 2. bis 7. April 2026: Die fünftägige  Kanuausfahrt an den Bodensee stellte ein besonderes Gemeinschaftserlebnis dar, das Naturerfahrung, sportliche Aktivität und soziales Miteinander auf gelungene Weise miteinander verband.

Die Gruppe bestand aus Teilnehmenden mit und ohne Behinderung, unterschiedlichen Alters und mit vielfältigen Vorerfahrungen im Kanusport. Ziel der Reise war es,
allen Beteiligten eine gleichberechtigte Teilnahme zu ermöglichen und zugleichzeitig das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

Am Vorabend der Abreise wurde am Bootshaus der Hänger mit den Kajaks und allem notwendigen Zubehör beladen. Von unseren Radolzeller Kanufreunden wurde uns ganz unkompliziert ein Großkanadier für unsere Ausfahrten überlassen.

Untergebracht war die Gruppe in einem Selbstversorgerhaus direkt am See in Gaienhofen, das ausreichend Platz sowie eine barrierefreie Ausstattung bot. Die Organisation des Alltags – vom Kochen über Einkaufen bis hin zur Freizeitgestaltung – wurde gemeinschaftlich gestaltet. Dabei wurde besonders darauf geachtet, Aufgaben so zu verteilen, dass jede Person entsprechend ihrer Fähigkeiten eingebunden war. Dies förderte Eigenverantwortung, Mitbestimmung und gegenseitige Unterstützung.

Die Kanutouren bildeten den Schwerpunkt der Reise. Nach einer Einführung in Sicherheit, Paddeltechnik und Teamkoordination wurden fast täglich Ausfahrten auf dem Bodensee unternommen.

Wir waren in einem Großkanadier, stabilen 2-er und 1-er Kajaks unterwegs. Am Ostersonntag war aufgrund von starkem Wind keine sichere Kanuausfahrt möglich. Ursprünglich war geplant, von Iznang aus zur Reichenau und wieder zurück zu paddeln. Stattdessen haben wir uns dann zu einem Ausflug mit dem Schiff entschieden ebenfalls von Iznang zur Reichenau, um dort einen gemeinsamen Ausflug zu unternehmen. Leider wurde die öffentliche Schifffahrt wetterbedingt eingestellt, sodass die Gruppe kurzfristig umplanen musste. Stattdessen erfolgte die Anreise mit dem Auto. Trotz dieser ungeplanten Änderung konnte der Ausflug erfolgreich durchgeführt werden. Die Teilnehmenden nutzten die Zeit auf der Insel für Spaziergänge, gemeinsame Aktivitäten und das Erkunden der besonderen Kulturlandschaft.

Neben den sportlichen Aktivitäten blieb ausreichend Zeit für Erholung und gemeinsame Freizeitgestaltung. Spaziergänge am Ufer, Spieleabende, Reflexionsrunden und kleine Ausflüge in die Umgebung ergänzten das Programm. Besonders wertvoll waren die täglichen Gesprächsrunden, in denen Erfahrungen ausgetauscht, Herausforderungen besprochen und positive Erlebnisse geteilt wurden.
Im Verlauf der fünf Tage zeigte sich deutlich, wie inklusives Arbeiten gelingen kann. Berührungsängste wurden abgebaut, neue Freundschaften entstanden, und das Vertrauen innerhalb der Gruppe wuchs stetig. Viele Teilnehmende berichteten von gesteigertem Selbstvertrauen, neuen Fähigkeiten und einem stärkeren Zugehörigkeitsgefühl.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die inklusive Kanuausfahrt ein voller Erfolg war. Sie bot nicht nur sportliche und naturbezogene Erlebnisse, sondern
vor allem die Möglichkeit, Inklusion aktiv zu leben. Die Kombination aus gemeinschaftlicher Organisation, individueller Förderung und respektvollem Miteinander machte die Reise zu einer bereichernden Erfahrung für alle Beteiligten.


Bericht und Bilder: Bettina Bürk

Kontakt - Behindertensport

Thomas Federmann
Ressortleitung Behindertensport & Integration

E-Mail: inklusion@kanu-bw.de

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