Die Weltmeisterschaften im portugiesischen Montemor o`Velho waren für Sarah Brüßler, Sophie Koch und Saeid Fazloula von den Rheinbrüder Karlsruhe ein voller Erfolg.

2015 war zuletzt ein Karlsruher-Trio bei Welttitelkämpfen vertreten. Sarah Brüßler kehrt von ihrem WM-Debüt sogar mit einem glänzenden Andenken zurück.

Als Vize-Europameisterin zählte Brüßler mit ihrer Leipziger Zweierpartnerin Melanie Gebhardt bereits im Vorfeld zu den Medaillenanwärterinnen bei den Weltmeisterschaften. Doch die Vorbereitungszeit der beiden lief in Duisburg auf der Wedau alles andere als gut. Gebhardt plagte ein hartnäckiger Infekt und so reiste das Karlsruhe-Leipzig-Duo zu den Titelkämpfen ohne auch nur eine Trainingseinheit im Zweierkajak gefahren zu sein. „Das war schon irgendwie belastend aber ich habe versucht Melli und mir keinen Druck zu machen. Wir haben letztendlich alles auf uns zukommen lassen, ohne zu wissen, ob wir ein 1.000 Meter-Rennen überhaupt bis zum Ende durchstehen!“, berichtet die Rheinschwester nachdem sie das Weltmeisterschaftsfinale als dritte beendeten. „Mit einer optimalen Vorbereitung wäre ich mit Bronze hier nicht zufrieden gewesen aber so bin ich unheimlich stolz, dass wir die Situation und den Wettkampf auf diese Art und Weise geschafft haben.“ Neben dem Zweier bekam die 24-jährige Wahlkarlsruherin zudem das Vertrauen der Bundestrainer für den Start im Einerkajak über 5.000 Meter ausgesprochen. Dieser nicht-olympische Wettkampf beginnt mit einem Massenstart bei dem Brüßler direkt Lehrgeld bezahlen musste. „Da war einfach kein Platz um mein Paddel ordentlich ins Wasser zu bekommen“, kommentierte sie nach dem Rennen, welches sie auf Grund des Gerangels zu Beginn von fast ganz hinten bestreiten musste. Doch der Ehrgeiz der Ausdauerspezialistin verhalf ihr, Runde für Runde an das Feld heranzufahren und durch einen großartigen Schlusssprint beendete sie den Wettkampf unter Anfeuerung von Sophie Koch und Saeid Fazloula auf dem zehnten Rang.

Koch konnte sich die Langstrecke entspannt anschauen, hatte sie bereits wenige Stunden vorher ihr WM-Ziel erreicht. Gemeinsam mit der Berlinerin Lisa Jahn startete sie im olympischen Zweiercanadier über 500 Meter. Nachdem sie das Finale erreicht hatten, setzen die beiden „Canadierfahrerinnen im Titelrennen dann alle Vorgaben um und überquerten die Ziellinie als sechstes Boot. „Das war unsere erste Weltmeisterschaft. Wir sind mit dem sechsten Rang sehr zufrieden“, so Kochs erstes Statement am Abschlussabend auf der WM-Feier des deutschen Teams. Doch sie hatte auch direkt einen Wunsch für das nächste Jahr parat: „Hoffentlich können wir dann die etablierten Boote noch ein bisschen mehr ärgern!“


Die erste WM mit der deutschen Nationalmannschaft schloss der gebürtige Iraner Saeid Fazloula mit Kostja Stroinski (Berlin) im Zweierkajak über 500 Meter auf einem guten achten Platz ab. Bereits beim überqueren der Ziellinie im Semifinale, als der 25-Jährige die Gewissheit hatte, dass sie die Qualifikation für das WM-Finale in der Tasche hatten, schrie er all seine Freude in den Himmel.
Doch auch Fazloula blickte im malerischen Küstenort Figuera da Foz, in dem die Nationalmannschaft die WM-Woche über residierte, nicht nur auf das Meer sondern ebenfalls auf das kommende Jahr. „Der achte Platz war gut. Ich wollte ins Finale aber nächstes Jahr will ich noch besser sein.“

Über so viel ehrgeizige Töne, der drei Sportler*innen aus der Trainingsgruppe von Rheinbrüder-Coach Ralf Straub freut sich natürlich auch der Cheftrainer, Detlef Hofmann: „Es ist schön zu hören, dass alle drei bereits jetzt zuversichtlich in die neue Saison blicken. Aber natürlich sollen sie auch erst einmal stolz auf das Geleistete sein. Sie haben sich bei der WM teuer verkauft und sowohl Karlsruhe als auch sich hervorragend präsentiert!“

Für die drei Athleten der Rheinbrüder ging es nach den Weltmeisterschaften nach Hamburg, wo sie ab Donnerstag bei den Deutschen Meisterschaften am Start stehen werden. „Die Deutsche ist für uns einfach auch eine Gelegenheit dem Verein und unseren Trainingspartnern ein bisschen etwas zurück zu geben, deshalb freue ich mich darauf sehr“, so Brüßler die im vergangenen Jahr über die Langstrecke ihren ersten deutschen Meistertitel im Einerkajak feierte.

 

Text und Bild: Martina Amrein

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Christoph Baum
Referent für Kanurennsport

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