Karlsruhe 15.02.2021: Die beiden Kajakfahrer der Rheinbrüder Karlsruhe, Jan Bechtold und Saeid Fazloula, haben für die Saison 2021 beide das Ziel international an den Start gehen zu können.

In Zeiten der Pandemie liegt die Umsetzung natürlich nicht nur am Können der Athleten, sondern eben auch an den Umständen der ungewissen Zukunft. Aber die Hochleistungssportler dürfen sich von der Unsicherheit nicht abhalten lassen, ordentlich zu trainieren. „Um diese Jahreszeit müssen die Kanuten richtig viele Kilometer auf dem Wasser fahren. Das geht bei Minusgraden in Deutschland nicht immer so gut, deshalb bin ich froh, dass wir die Möglichkeit gefunden haben, dass Jan und Saeid nach Sabaudia gehen konnten.“ kommentiert BSP-Leiter Detlef Hofmann die Notwendigkeit der Maßnahme zu diesem Zeitpunkt.

Denn die beiden haben 2021 viel vor: Saeid Fazloula wartet derzeit noch auf die Aufnahme in das IOC Refugee Förderprogramm, alle notwendigen Unterlagen liegen dem IOC vor, um über diesen Weg dann unter der weißen Flagge bei den Olympischen Spielen in Tokio an den Start gehen zu können. Für den Knielinger Jan Bechtold geht es in dieser Saison erneut um die Teilnahme an internationalen U23-Wettkämpfen. Das Ziel ist die U23 Weltmeisterschaften im portugiesischen Montemor o´velho bzw. die Teilnahme an den U23 Europameisterschaften in Posen/Polen.

In Sabaudia genossen die beiden Teamkameraden den Tapetenwechsel und vor allem die milderen Temperaturen. „Wir wissen die Möglichkeit des Trainingslagers hier in Sabaudia sehr zu schätzen. Es ist unglaublich intensiv und effektiv nur zu zweit mit einem Trainer zu trainieren.“, bringt es Bechtold auf den Punkt. Auf die derzeitige Verfassung angesprochen, meinte Fazloula: „Ich bin zu 85% fit. Ein bisschen müde, aber das muss nach einem Trainingslager auch so sein.“

Ein weiteres, unvorhergesehenes, Plus, gegenüber einem Trainingsalltag in Deutschland, war die Tatsache, dass sich in Sabaudia zeitgleich auch Kanu-Nationalteams aus Polen und der Schweiz befanden. So konnten Saeid und Jan auch internationale Ausdauertrainingseinheiten auf dem Wasser des Lago di Sabaudia bestreiten, was den Ansporn einer langen Trainingseinheit durchaus erhöht. Dies war einer der Punkte, den die Athleten im vergangenen Jahr so schmerzlich vermisst hatten: das Messen mit der internationalen Konkurrenz. Auf dem Wasser hat man ja zum Glück sowieso immer eine Paddellänge Abstand, das passt dann mit den Hygienevorschriften allemal.

Die Hygienemaßnahmen im Hotel und am Trainingsgelände beschreiben die zwei Rheinbrüder zurück in der Heimat als ähnlich streng wie in Deutschland und fühlten sich in Italien sicher und wohl. Das auch in dieser Zeit dringend notwendige Krafttraining haben die beiden aus Sicherheitsgründen ins Hotel, bzw. wenn es das Wetter zu gelassen hat, ins Freie verlegt, um auch dabei auf die Hygiene und den Abstand achten zu können.

Zurück in Karlsruhe wird sich die „Trainingsbubble“ in der nächsten Woche dann wieder vergrößern, wenn die Bundeskaderathlet*innen aus ihren Trainingslagern aus Belek zurück sind.

Alle Sportler*innen werden vor und auch bei der Einreise getestet und dürfen erst wieder mit einem negativen Corona-Test ins Trainingszentrum im Rheinhafen.

Dann werden der Bundesstützpunktleiter Detlef Hofmann sowie die Leistungsklasse-Coaches Ralf Straub und David Reeck die weitere Planung bis zu den nationalen Qualifikationen Anfang April intensivieren.

Text: Martina Tirolf
Bilder: GES/Rheinbrüder Karlsruhe

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