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Karlsruhe, 29. Mai 2022: Eine Woche nach dem World Cup Start in Racice/Tschechien, hat der internationale Rennsport-Zirkus halt in Poznan/Polen gemacht.

Für die Rheinbrüder Karlsruhe bedeutete dies, dass Sophie Koch, Saeid Fazloula und Damen-Bundestrainer Ralf Straub auf direktem Weg von einem zum nächsten World Cup Austragungsort reisten, allerdings auf dem Maltasee leider keine guten Bedingungen antrafen.

Die für ihre Windanfälligkeit berüchtigte Regattastrecke sorgte für Rennabbrüche und die Verschiebung des gesamten Regattaplans. Von alldem unbeeindruckt konnte sich Sophie Koch und Lisa Jahn (Berlin) im Zweiercanadier über 200 und 500 Meter die Bronzemedaille sichern. Am noch windstilleren ersten Wettkampftag zog das deutsche Duo mit einem Vorlaufsieg direkt ins olympische 500 Meterfinale ein. Für die Canadierfahrerinnen bedeutete das Wetter-Chaos nur, dass sie einen Tag länger auf ihr 500 Meter Finale warten mussten, ihre eigentlichen Rennen waren nicht betroffen. Im Vergleich zum sechsten Platz beim World Cup in Racice, fehlten im Startfeld die Teams aus China und Ungarn. Vom Renngefühl her, meinte Sophie Koch nach der 500 Meter-Siegerehrung: „Das war ein Rennen, auf das wir aufbauen können.“

Mehr unter den Wetter-Eskapaden litt Saeid Fazloula. Er hatte sich für den zweiten World Cup noch eine Leistungssteigerung vorgenommen. Wieder einmal zeigte sich bei dem 29-Jährigen seine enorme Willenskraft. Denn riesige Wellen und Orkanböen, sowie Rennverschiebungen um mehrere Stunden, konnten dem gebürtigen Iraner nichts anhaben, er setzte sein Ziel um. Vor dem Wettkampf meinte er noch verschmitzt: „Ich habe meine Taktik geändert. Entweder es geht gut oder ich breche so richtig ein!“ Es ging von seiner Seite alles gut. Der Wahl-Karlsruher kämpfte sich nicht nur im 1.000 Meterfinale sensationell ins B-Finale, sondern setzt auch noch im 500-Meterrennen eine Schippe gegenüber dem 1. World Cup drauf und qualifizierte sich auch dort für das B-Finale.

Überglücklich war er deshalb zurecht nach seinen Semifinalen. Doch die Enttäuschung kam bedingt durch das stürmische Wetter durch den Internationalen Kanu-Verband (ICF). Aufgrund der Situation, dass so viele Rennen in die windstilleren Abendstunden verlegt, werden mussten, strichen die Verantwortlichen die B- und C-Finale aus dem Programm. Dadurch war der Zeitplan für die Medaillen-Rennen gerettet, aber für Saeid Fazloula gab es leider keine Chance zu beweisen, wie weit vorne er unter den besten 18 der Welt am Wochenende gekommen wäre.

Ein ähnliches Gefühl nimmt auch Damenbundestrainer Ralf Straub mit zurück in die Karlsruher Heimat. Denn neben der Tatsache, dass sich seine Kajakfahrerinnen Paulina Paszek (Hannover) und Jule Hake (Lünen) mit einem Sieg im Zweierkajak über 500 Meter hervorragend präsentierten, bleibt die Enttäuschung darüber, dass der Viererkajak mit Lena Röhlings (Berlin), Caroline Arft (Essen), Pauline Jagsch (Berlin) und Katharina Diederichs (Potsdam), die sich bereits im Vorlauf sehr stark präsentierten, abgemeldet werden musste. Aufgrund eines positiven Covid-Tests in der Crew musste Straub den Vierer nach ihrem Vorlaufsieg aus dem Programm nehmen. Da der Vierer bereits in der Konstellation gestartet war, sieht es das ICF-Regelwerk vor, dass die Besatzung nicht mehr geändert werden darf. Damit startete das Finale ohne die Deutschen. Allzu groß ist die Enttäuschung bei Straub allerdings nicht. Denn neben dem Zweiergold gab es für Einer-Fahrerin Jule Hake über 500 Meter die Bronzemedaille. „Die Medaillen sind natürlich schon mal gut, aber es fehlten auch die starken Ungarn.“ Bilanzierte Straub der auch schon mit einem Auge Richtung Paris 2024 blickt: „Dieses Jahr ist unser Ziel in alle olympischen WM-Finals vertreten zu sein. Einen Standpunkt festzulegen, um dann 2023 die Olympiaqualifikation zu schaffen.“

Detlef Hofmann, Bundesstützpunkleiter am Stützpunkt Karlsruhe, war bereits nach dem ersten World Cup mit seinen Schützlingen zufrieden. Mit Blick auf die Wettkämpfe in Poznan meinte er: „Es ist schon ärgerlich, dass das Wetter so sehr die Wettkämpfe beeinflusst hat. Aber aus unserer Sicht konnten wir erneut eine Leistungssteigerung feststellen und sowohl Sophie als auch Saeid haben bis zur WM noch Potential.“ Gefreut hat sich Hofmann auch über den Erfolg seines Trainerkollegen: „Ich habe in den letzten Jahren immer gesagt, dass die deutschen Frauen besser sind. Das haben sie bewiesen und da trägt der Erfolg die Handschrift von Ralf Straub.“

Bericht: Martina Tirolf
Bild: ©Rheinbrüder | privat

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